BUND Naturschutz pflanzt fünfte Linde auf der geplanten Trasse der Ostumfahrung Dachau

Am Samstag, den 13.04.2019 gegen 15.00 Uhr

pflanzt der BUND Naturschutz die fünfte Linde auf der geplanten Trasse der Ostumfahrung von Dachau

auf dem Gelände des Magdalenenhof Faber, Am Hörhammermoos 68 in Dachau.

04.04.2019

JA zum Regionalen Grünzug Dachauer Moos !
JA zu wichtigen Lebensgrundlagen für Mensch und Tier !
NEIN zur weiteren Versiegelung unserer Landschaft !
NEIN zur Ostumfahrung !

EINLADUNG zur fünften Lindenpflanzung auf der geplanten Trasse !

Wie in den letzten Jahren wollen wir auch in diesem Jahr eine Linde auf der Trasse der geplanten Ostumfahrung Dachaus pflanzen. Wir wollen damit ein Zeichen setzen gegen den Straßenneubau in unserer Heimat, der immer mit Naturzerstörung einhergeht. Wir möchten erreichen, dass über die Jahre gesehen eine ganze Allee von Linden wächst und uns diese überflüssige Straße erspart bleibt.

Nach wie vor gilt:

Der von der Trassenführung der geplanten Ostumfahrung betroffene Teil des Dachauer Mooses ist für die Natur von äußerster Wichtigkeit und wurde daher im Jahr 2013 in das Biodiversitäts- und BayernNetzNatur-Projekt „Neues Leben im Dachauer Moos“ einbezogen. Es geht dabei um den Wasserhaushalt, landwirtschaftliche Flächen, für das Dachauer Klima enorm wichtigen Luftaustausch und Luftreinhaltung sowie das für die Dachauer Bevölkerung auf kurzem Wege erreichbare Naherholungsgebiet.

Auf einer Länge von nicht einmal 4 km finden sich verschiedene Schutzbereiche, die von der geplanten Ostumfahrung irreparabel zerstört würden: Bannwald (in Höhe der Kläranlage ein Eichen- und Hainbuchenwald), Biotope mit Feuchtgebüschen und naturnahen Feldgehölzen, Landschaftsschutzgebiete und sog. Flora-Fauna-Habitate (FFH-Gebiete) mit vom Aussterben bedrohten Arten wie der Libelle Helm-Azurjungfer und der Schmetterlingsart Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Alle Schutzbereiche sind für unterschiedlichste Funktionsbeziehungen von Tieren und Pflanzen unerlässlich.

Auch die Dachauer Bevölkerung hätte unter einer weiteren Ausdehnung der bebauten Straßen und Gewerbegebietsfläche zu leiden durch Verschlechterung der klimatischen Verhältnisse, zunehmende Lärm- und Schadstoffbelastung sowie direkten Verlust von Naherholungsflächen.

Und das alles für eine gutachterlich festgestellte minimale Verkehrsentlastung im einstelligen Prozentbereich für die Stadt Dachau bei einer Verschleuderung von Millionenbeträgen, die anderweitig in die Infrastruktur unserer Stadt, unseres Landkreises und unseres Freistaates fließen könnten.

Der BUND Naturschutz Dachau hat sich deshalb gemeinsam mit dem BUND Naturschutz Landesverband wie schon seit 15 Jahren so auch im laufenden Planfeststellungsverfahren ganz klar gegen die Ostumfahrung ausgesprochen. Man kann nicht jahrzehntelang immer nur auf eine einzige, zudem rein auf den Pkw-Verkehr zugeschnittene Maßnahme setzen, die so gut wie nichts bewirkt und sündhaft teuer ist.

Betroffen von einer Zerschneidung der Natur wäre auch der Obergrashof, wogegen sich auch die Landeshauptstadt München in ihrer Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren massiv wehrt.

Die Landkreisbevölkerung ist herzlich eingeladen, um sich vor Ort ein Bild von Plan und Wirklichkeit zu machen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Roderich Zauscher
1. Vorsitzender

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