Lindenpflanzung auf der Trasse der geplanten Ostumfahrung in Dachau

BUND Naturschutz, Kreisgruppe Dachau, hat am Samstag, 21.04.2018 auf der Trasse der geplanten Ost Umfahrung Dachau die mittlerweile vierte Linde gepflanzt.

Linde pflanzen

Von links nach rechts: Marion Matura-Schwarz, Vorsitzende OG Karlsfeld - Peter Heller, Vorsitzender OG Dachau - Dr. Roderich Zauscher, 1.Vors. Kreisgruppe Dachau - Heinz Gibowsky, 2. Vors. Kreisgruppe Dachau - Erika Seidenspinner, Vorstand OG Karlsfeld - Frau Estner, Magdalenenhof - Luise Ksionsek, Vorstand BN Dachau - Sabine Geissler, Vorstand OG Dachau - H. Faber, Magdalenenhof - Simon Kammermeier, OG Weichs (Foto: H. Metzenleitner)

25.04.2018

Die Linden wurden auf dem Gelände des Magdalenehofes im Hörhammermoos gepflanzt. Vielen Dank unsererseits an die Familie Faber/Estner.

Der BUND Naturschutz lehnt diese Straße weiterhin vehement ab und hofft, dass in den nächsten Jahren eine ganze Lindenallee entstehen wird.

Die Linde mit ihren herzförmigen Blättern und dem Wurzelballen in Herzform ist das Wahrzeichen des BN. Mit seiner Aktion, die er nun schon zum vierten Mal durchgeführt hat, weist der BN darauf hin, dass das Gebiet östlich vom “Schwarzen Graben” nicht für eine sehr fragwürdige Straße zubetoniert werden soll.

Auf einer Länge von nicht mal 4 km finden sich verschiedene Schutz Bereiche, die von der geplanten Ostumfahrung irreparabel zerstört würden: Bannwald (in Höhe der Kläranlage ein Eichen- und Hainbuchenwald), Biotope mit Feuchtgebüschen und naturnahen Feldgehölzen, bedrohte Arten wie die Libelle Helm-Azurjungfer und der Schmetterlingsart Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling. In Zeiten des Artenschwunds und weiterer Versiegelung der Landschaft braucht die Natur als Lebensgrundlage des Menschen einen höheren Stellenwert als Neubau einer umstrittenen Straße.

Der Nutzen der Ostumfahrung für die Stadt und den Landkreis ist nahezu Null. Auch für die Pendler würde es lediglich bedeuten, schneller im Stau zu stehen. Demgegenüber würden Flora und Fauna definitiv zerschnitten, und der Bevölkerung ginge durch immer mehr Verbauung der Zugang zur Natur sprichwörtlich verloren. Von Verkehr alleine kann der Mensch nicht leben.

Das Geld wäre wesentlich besser und wirkungsvoller im ÖPNV  (öffentlicher Personennahverkehr) angelegt.