Kommunalwahlen am 8. März 2026
Der BUND Naturschutz ruft die Wähler*innen in Bayern dazu auf, ihre Stimme für eine besseren Natur- und Klimaschutz in der Kommune abzugeben. Jede Stimme zählt, das gilt besonders für die Kommunalpolitik.
Welche Bedeutung die Kommunalwahlen haben
Bei keiner Wahl sind die Wähler*innen so nah an den Kandidat*innen wie bei dieser Wahl, oft leben sie Tür an Tür. Und bei keiner Wahl werden Themen und Konflikte so unmittelbar verhandelt wie bei dieser.
In den Kommunen wird ganz konkret ausgestaltet, was etwa auf Landes- oder Bundesebene eher allgemein beschlossen wird. Auch wenn die Arbeit der Kommunal-Politiker*innen durch rechtliche und finanzielle Vorgaben begrenzt ist, haben sie doch direkten Einfluss auf die konkrete Umsetzung vieler Projekte vor Ort.
Der Schutz von Umwelt, Natur und Klima entscheidet sich vor Ort: Umweltschutz besteht nicht nur aus internationalen Konferenzen und großen Beschlüssen. Er besteht vor allem aus ganz vielen konkreten Entscheidungen und Handlungen vor Ort – in den Kommunen.
Die Kommunen haben eine hohe Entscheidungs- und Gestaltungsmacht vor Ort. Die Mandatsträger*innen stellen Weichen für zukunftsfähige Kommunen.
Wie stehen die Politiker*innen bei Ihnen vor Ort zum Schutz von Natur und Umwelt? Wieviel Engagement zeigen dabei, konkret Natur zu schützen?
Was Kommunalpolitiker*innen entscheiden können
Energie und Klimaschutz
Energiewende durchsetzen: Kommunalpolitik sichert mit den Wärmeplänen eine klimafreundliche Versorgung und kann die geordnete Stilllegung der fossilen Gasnetze vorbereiten. Damit kann sie Planungssicherheit und faire Lösungen für alle schaffen und die Energiewende vor Ort voranbringen.
Vor Folgen der Klimakrise schützen: Sie kann für den Schutz vor Hitze und Überschwemmungen sorgen und so die Lebensqualität von morgen sichern. Denn die Klimakrise trifft unsere Städte und Dörfer ganz direkt – hier muss auch der Schutz von Mensch und Natur umgesetzt werden.
An Klimawandel anpassen: Die Kommunalpolitker*innen können sicherstellen, dass sich Kommunen und Städte bestmöglich an die Erderhitzung anpassen und innerörtliche Plätze und Wohnquartiere auch in heißen Sommern nicht zu stark aufheizen.
Schutz von Natur und Landschaft
Landschaft ökologisch pflegen: Die gewählten Politiker können zum Beispiel entscheiden, ob kommunale Flächen und Wälder ökologisch und ohne Pestizide gepflegt werden, und ob Moore renaturiert werden.
Gewässer schützen: Sie haben es in der Hand, die Bedeutung von naturnahen Bächen, Feuchtgebieten und Mooren für die Speicherung von Wasser für Hitzeperioden und bei Starkregen zu berücksichtigen.
Gewässer renaturieren: Ihnen obliegt es, die Renaturierung der kommunalen Gewässer voranbringen und die dafür verfügbaren Mittel aus dem Landes- und Bundeshaushalt zu nutzen.
Artenvielfalt fördern: Die Politiker*innen vor Ort können die Artenvielfalt fördern, indem sie den Biotopverbund umsetzen und kommunale Flächen pestizidfrei halten.
Bäume pflanzen und bewahren: Kommunalpolitiker*innen sind diejenigen, die eine Baumschutzverordnung und Durchgrünungskonzepte erlassen können, um das Lokalklima, Lebensqualität und Artenschutz im besiedelten Raum zu verbessern.





