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Tipps im Jahresverlauf

Den Insekten Unterschlupf bieten

„Bienenschutz“ bedeutet in erster Linie „Schutz ihrer Lebensräume“, denn zahlreiche Bienenarten wurden bereits durch die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume zurückgedrängt, da sie hoch spezialisiert und damit auch sehr empfindlich gegenüber Veränderungen in ihren Habitaten sind.
Die meisten Wildbienen errichten ihre Nistanlagen in der Erde, viele nagen sie in das Mark dürrer Stängel, andere benutzen vorhandene Hohlräume wie Käferfraßgänge oder Felsspalten, einige sind auf verlassene Eichengallen oder Schneckenhäuser spezialisiert, und weitere mauern ihre Brutzellen aus Lehm oder Harz.
Besonders in naturnahen Hausgärten ist großes Potenzial zum Schutz bedrohter Arten vorhanden, denn Nisthilfen, die verlorene Eiablageplätze ersetzen sollen, können mit einfachsten, kostengünstigen Mitteln selbst hergestellt werden. Im Folgenden stellen wir Ihnen verschiedene Varianten vor:
 
 

Möglichkeiten von Nisthilfen

Nisthilfen selber bauen:

 

  • Bündel aus hohlen Pflanzenstängeln (Bambus, Bärenklau, Engelwurz, Schilf, Ampfer, Knöterich...) mit einem Durchmesser von 2–10 mm und einer Länge von 8–20 cm. WICHTIG: Notwendig ist immer ein verschlossenes Ende, also die Stängel immer hinter den Knoten (Verdickungen) durchtrennen, damit das hintere Ende einen natürlichen Abschluss hat. Senkrecht aufstellen
  • Bündel aus markhaltigen Pflanzenstängeln (Holunder, Königskerze, Himbeere, Distel, Rose...). Diese senkrecht aufstellen. Angebunden an Geländer, gesteckt in Ziegelsteine
  • Abgestorbene Baumstämme, dicke Äste o. ä. aus Hartholz (Buche,Eiche,Esche), in die mit einer Bohrmaschine Löcher (Durchmesser 2–10 mm, Tiefe 5–12 cm) gebohrt werden. WICHTIG: Kein Weichholz verwenden! Bohrungen säubern; es dürfen keine Holzfasern in das Innere ragen!
  • Kisten (Tiefe mindestens 15 cm) mit Lehm, Ton oder vorzugsweise Löß gefüllt, Füllung mit Löchern von 4–9 mm Durchmesser versehen. WICHTIG: Kein Stroh untermischen! Möglichst feines und homogenes Substrat verwenden!
  • Ziegel aus gebranntem oder luftgetrocknetem Lehm, in die nach hinten geschlossene Löcher von 3–9 mm Durchmesser angebracht werden.
  • Stapel aus morschen Baumstämmen.
  • Sandarium siehe www.hortus-netzwerk.de/mini-tipps
  • Alle Nisthilfen sollten fest angebracht sein (also nicht frei schwingen können) und an einem witterungsgeschützten, sonnigen Platz aufgestellt werden, die Nistgänge in waagrechter Orientierung, markhaltige Stängel auch senkrecht.
  • Hier finden Sie bereits fertig montierte Nisthilfen 
  • Eine Bauanleitung für Nisthilfen vom BUND finden sie hier