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Rücksicht im Wald: Abstand wahren zu Wildkätzchen & Co.

In diesen Wochen ruft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) besonders zu Aufmerksamkeit und Rücksicht im Wald auf.

19.05.2021


Berlin.  Viele Jungtiere, auch von gefährdeten Arten wie der Europäischen Wildkatze, sind bereits in den Wäldern unterwegs. Friederike Scholz, Wildtierexpertin des BUND: „Besonders bei den Wildkätzchen besteht die große Gefahr, dass sie mit Hauskatzen verwechselt und mitgenommen werden.“ Da Wildkatzen nicht nur in abgelegenen Wäldern vorkommen, sondern mancherorts auch recht nah an Städten, wie etwa bei Leipzig und Bonn, empfiehlt der BUND auch hier dringend, Katzenjungen in Wäldern nicht aufzulesen.
Die Tiere mitzunehmen, bedeutet unnötigen Stress und große Risiken. Friederike Scholz: „In Menschenhand drohen den jungen Wildkatzen gefährliche Hauskatzen-Krankheiten. Bestenfalls steht ihnen ein langer und mühevoller Weg der Wiederauswilderung bevor. Oft gelingt dieser leider nicht.“ Als geschützte Wildtiere dürfen sie zudem nicht ohne Not aus dem Wald mitgenommen werden.
Die Zahl der aufgelesenen Wildkätzchen ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. „Wir gehen davon aus, dass wir in 2021 noch mehr Hinweise bekommen werden“, so Scholz. „In der Corona-Zeit haben viele Menschen die Natur vor ihrer Haustür als Erholungsort entdeckt. Doch damit wird es in den Wäldern immer voller und das Risiko der Verwechslungen von Wild- und Hauskatzenjungen steigt.“ 
Der BUND empfiehlt dringend, zu Jungtieren Abstand zu wahren und sie in Ruhe zu lassen. In der Regel sind die Muttertiere gerade auf der Jagd oder warten in der Nähe ab. „Außerdem sollte man unbedingt Hunde im Wald anleinen. Sie stellen für die Jungtiere eine echte Gefahr dar“, betont Friederike Scholz. Im Zweifelsfall ist es ratsam, sich an den BUND oder an die zuständigen Förster*innen oder Jäger*innen zu wenden.
Mit seinem Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“ engagiert sich der BUND seit vielen Jahren für den Schutz der gefährdeten Europäischen Wildkatze in Deutschland. Bundesweit untersuchen die Naturschützer*innen die Entwicklung der Wildkatzenbestände und setzen sich für die Vernetzung ihrer Lebensräume ein. 
Mehr Informationen und Kontakt, wenn man Wildkatzenjungen gesehen hat: www.bund.net/wildkatze 
Im Gegensatz zu ihren Jungtieren lassen sich ausgewachsene Wildkatzen einfacher von Hauskatzen unterscheiden, eine Bestimmungshilfe findet sich unter: www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/hauskatze-oder-wildkatze oder hier als .pdf


Einen Überblick über die aktuelle Wildkatzenverbreitung in Deutschland sowie die Vision für den Waldverbund für Wildkatze & Co. finden Sie unter: www.wildkatzenwegeplan.de
Wildkatzenfotos und druckfähige Verbreitungskarte der Europäischen Wildkatze in Deutschland: www.bund.net/wildkatzenfotos

Kontakt: Friederike Scholz, BUND-Wildtierexpertin Tel. 030-275 86-566, E-Mail: Friederike.Scholz@bund.net bzw. Jenny Therese Kupfer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Naturschutzgroßprojekte, Tel. 030-275 86-544, E-Mail: Jenny.Kupfer@bund.net 


BUND-Pressestelle:
Daniel Jahn | Judith Freund | Heye Jensen
Tel. 030-27586-531 | -497 | -464 | E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net
Sie erreichen die Pressestelle zurzeit vorrangig mobil:
Daniel Jahn: 0170-160 66 58
Judith Freund: 0176-476 841 64
Heye Jensen: 01590-633 23 72
Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Petra Kirberger (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin
Alle unsere Pressemitteilungen finden Sie unter www.bund.net/presse
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