Der Europäische Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) gehört zu den ältesten noch lebenden Säugetieren Europas. Seine Vorfahren existierten bereits vor Millionen von Jahren, und sein heutiges Erscheinungsbild besitzt er seit rund 15 Millionen Jahren.
Typisch für den Igel ist sein Stachelkleid: Ein ausgewachsenes Tier trägt etwa 6.000 bis 8.000 Stacheln auf dem Rücken. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen und richtet die Stacheln auf – ein wirksamer Schutz vor Fressfeinden.
Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv. Mit ihrem ausgezeichneten Geruchs- und Gehörsinn finden sie Nahrung und orientieren sich in ihrer Umgebung. Ihr Sehvermögen spielt dagegen eine eher untergeordnete Rolle.
Als Insektenfresser ernähren sich Igel hauptsächlich von Käfern, Regenwürmern, Larven, Spinnen und anderen kleinen wirbellosen Tieren. Obst und Gemüse gehören nicht zu ihrer natürlichen Nahrung.
Im Herbst fressen sich Igel ein Fettpolster an, insbesondere wertvolles braunes Fett im Nackenbereich. Diese Energiereserven benötigen sie für den Winterschlaf, der je nach Witterung von etwa Oktober bis März dauern kann. Während dieser Zeit werden Herzschlag, Atmung und Körpertemperatur stark abgesenkt, um Energie zu sparen.
Der Igel ist ein wichtiger Bestandteil unserer heimischen Tierwelt. Naturnahe Gärten mit Hecken, Laubhaufen und ausreichend Nahrung bieten ihm wertvolle Lebensräume und helfen, seinen Bestand langfristig zu sichern.



