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Tipps im Jahresverlauf

Gefahren für den Igel

Der Europäische Igel hat es heute schwer. Lebensraumverlust, intensive Gartenpflege und der Straßenverkehr machen ihm das Überleben zunehmend schwer. Mit wenigen Maßnahmen kann jeder dazu beitragen, Igel besser zu schützen.

  • Straßenverkehr – Autos gehören zu den häufigsten Todesursachen, besonders in der Dämmerung und nachts.
  • Mähroboter – Sie verursachen oft schwere oder tödliche Verletzungen. Mähroboter sollten möglichst gar nicht oder nur tagsüber eingesetzt werden.
  • Laubsauger und Motorsensen – Sie zerstören Lebensräume, töten Insekten als Nahrungsgrundlage und können Igel direkt verletzen.
  • Aufgeräumte Gärten – Sterile Schotterflächen, versiegelte Böden und exotische Zierpflanzen bieten weder Nahrung noch Verstecke.
  • Zäune ohne Durchgang – Igel legen jede Nacht weite Strecken zurück. Undurchlässige Zäune schneiden sie von Nahrung und Unterschlupf ab.
  • Kellerschächte, Lichtschächte und Pools – Hineingefallene Igel können oft nicht mehr selbst herausklettern.
  • Laub- und Reisighaufen abbrennen oder umsetzen – Sie dienen häufig als Schlaf- oder Winterquartier. Vor dem Bewegen oder Abbrennen immer sorgfältig kontrollieren.
  • Pestizide und Schneckenkorn – Sie verringern das Nahrungsangebot und können Igel indirekt oder direkt schädigen.
  • Hitze und Trockenheit – Weniger Insekten und Wassermangel erschweren besonders im Sommer das Überleben.

Jeder naturnahe Garten hilft. Wilde Ecken, heimische Pflanzen, Laub- und Reisighaufen, eine flache Wasserstelle sowie ein mindestens 10 × 10 cm großer Igeldurchgang im Zaun schaffen wertvollen Lebensraum für unsere heimischen Igel.